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Winterbiene

Lexikon

Winterbienen sind die Arbeiterinnen, die im Spätsommer und Frühherbst aufgezogen werden und das Volk über den Winter bringen.

Winterbienen sind die Arbeiterinnen, die im Spätsommer und Frühherbst aufgezogen werden und das Volk über den Winter bringen. Sie leben ein Vielfaches länger als Sommerbienen. Während eine Sommerbiene rund fünf Wochen alt wird, überdauert eine Winterbiene mehrere Monate.

Der Unterschied liegt nicht im Erbgut, sondern in der Physiologie. Winterbienen bleiben über lange Zeit auf dem Stand einer frisch geschlüpften Sommerbiene. Sie haben einen gut ausgebildeten Fettkörper und einen hohen Gehalt an Vitellogenin, einem Eiweiß, das als Speicherstoff und als Schutz gegen oxidativen Stress wirkt. Im Frühjahr übernehmen sie wieder Sommerbienenaufgaben, altern dann rasch und sterben ab.

Genau hier liegt der Grund, warum die Varroabehandlung im Spätsommer so entscheidend ist. Bienen, die als Puppe von Milben parasitiert wurden, können keine ausreichenden Eiweiß- und Fettreserven aufbauen. Sie schlüpfen mit zu wenig Vitellogenin und sind als Winterbienen untauglich. Ein Volk kann im Herbst noch stark aussehen und trotzdem im Januar zusammenbrechen, weil die Winterbienen körperlich nicht dazu in der Lage waren.

Daraus folgt die imkerliche Regel, die Behandlung so früh anzusetzen, dass die Winterbienen bereits in milbenarmen Völkern heranwachsen, und nicht erst dann, wenn die Milbenlast sichtbar wird.

Quellen (3)

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