Begattungskästchen
Lexikon
Ein Begattungskästchen ist eine sehr kleine Beute, in der eine junge Königin bis zur Begattung und zum Beginn der Eiablage gehalten wird.
Ein Begattungskästchen ist eine sehr kleine Beute, in der eine junge Königin bis zur Begattung und zum Beginn der Eiablage gehalten wird. Es wird mit jungen Bienen, Futterteig und einer unbegatteten Königin oder einer schlupfreifen Weiselzelle bestückt.
Gebräuchlich sind mehrere Bauformen. Das Einwabenkästchen fasst eine einzelne kleine Wabe, die Systeme Apidea und Apida arbeiten mit drei kleinen Rähmchen, und Mini Plus ist ein vollwertiges Kleinbeutensystem mit stapelbaren Zargen. Für die benötigte Bienenmenge nennt das Institut für Bienenkunde in Veitshöchheim etwa einen Viertelliter für ein Einwabenkästchen und eine voll besetzte Zarge für Mini Plus.
Soll die Königin auf einer Belegstelle angepaart werden, gelten zusätzliche Anforderungen. Die Einheit muss drohnenfrei sein oder ein Absperrgitter am Flugloch beziehungsweise im Kästchen tragen, damit keine eigenen Drohnen mitfliegen. Außerdem verlangen Belegstellen Angaben zu Züchter, Gesundheitszeugnis und Zahl der Anlieferungen.
Begattungskästchen sind pflegeintensiv. Sie haben kaum Vorrat, verhungern schnell, sind räubereianfällig und müssen nach der Begattung zügig verwertet werden.