Honigwabe
Lexikon
Eine Wabe aus dem Honigraum, die reifen Honig enthält.
Eine Wabe aus dem Honigraum, die reifen Honig enthält. Reif ist er, wenn die Bienen den Wassergehalt weit genug gesenkt und die Zellen mit Wachs verdeckelt haben. Die Honigverordnung lässt höchstens 20 Prozent Wasser zu, für Echten Deutschen Honig fordert der Deutsche Imkerbund weniger als 18 Prozent.
Geerntet wird erst dann, sonst gärt der Honig. Als Faustregel gilt: mindestens zwei Drittel der Wabe verdeckelt und die Spritzprobe ohne herausfliegende Tropfen. Sicherheit gibt aber nur das Refraktometer: Bei starken Temperaturschwankungen kann auch hinter dem Wachsdeckel noch zu feuchter Honig stehen.
Honigwaben werden nicht bebrütet und bleiben deshalb hell. Sie kommen über das Absperrgitter, damit die Königin nicht hineinlegt.
Quellen (5)
- Honigverordnung, Anlage 2 (Wassergehalt höchstens 20 Prozent, Ausnahmen für Heidehonig und Backhonig)
- Deutscher Imkerbund: Qualitätsrichtlinien für Echten Deutschen Honig (unter 18 Prozent Wasser)
- Die Honigmacher: Die Honigernte (Honigwaben mindestens zu zwei Dritteln verdeckelt, Spritzprobe)
- Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Fachzentrum Bienen: Honigernte (Honig ist reif, wenn ihn die Bienen verdeckelt haben)
- Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Fachzentrum Bienen: Honigkurs (verdeckelte Zellen können bei Temperaturschwankungen dennoch feucht sein, Refraktometer)