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Gitterboden

Lexikon

Der Gitterboden ist der unterste Bestandteil vieler moderner Magazinbeuten und besteht aus einem feinmaschigen Gitter anstelle eines geschlossenen Holzbodens.

Der Gitterboden ist der unterste Bestandteil vieler moderner Magazinbeuten und besteht aus einem feinmaschigen Gitter anstelle eines geschlossenen Holzbodens. Unter das Gitter lässt sich eine herausziehbare Einlage, oft Windel genannt, einschieben, auf der natürlicher Abfall aus dem Volk landet, ohne dass die Bienen selbst hindurchgelangen können.

Der wichtigste Nutzen des Gitterbodens liegt in der Varroadiagnose: abgestorbene Varroamilben fallen durch das Gitter auf die Windel und lassen sich dort zählen, was dem Imker Auskunft über den natürlichen Milbenfall und damit über den Befallsgrad des Volkes gibt. Zusätzlich sorgt die dauerhafte Öffnung nach unten für bessere Belüftung, was Schimmelbildung durch Feuchtigkeit im Bienenstock entgegenwirkt.

Ein verbreiteter Anfängerfehler ist es, die Windel dauerhaft eingeschoben zu lassen. Für eine aussagekräftige Zählung sollte sie nur über einen festgelegten Zeitraum von einigen Tagen im Boden bleiben und danach wieder entfernt werden, damit das Volk von der zusätzlichen Belüftung profitiert und sich keine Feuchtigkeit auf der Einlage sammelt, die wiederum Schimmel begünstigen würde. Im Winter lassen manche Imker die Windel bewusst ganz heraus, um die Durchlüftung zu erhöhen.

Quellen (2)

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