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Nachschaffungszelle

Lexikon

Eine Nachschaffungszelle ist eine Weiselzelle, die ein Bienenvolk im Notfall baut, wenn die Königin plötzlich verloren geht, etwa durch Tod, Krankheit oder einen Imkerfehler.

Eine Nachschaffungszelle ist eine Weiselzelle, die ein Bienenvolk im Notfall baut, wenn die Königin plötzlich verloren geht, etwa durch Tod, Krankheit oder einen Imkerfehler. Anders als bei geplanten Schwarmzellen bauen die Arbeiterinnen dafür keine neue Zelle von Grund auf, sondern bauen vorhandene Zellen mit junger Arbeiterinnenbrut zu Weiselzellen um. Deshalb sitzen Nachschaffungszellen meist verstreut mitten im Brutnest und nicht am Wabenrand.

Wichtig ist, dass nur sehr junge Larven dafür geeignet sind, nach übereinstimmenden Angaben nicht älter als etwa drei Tage, da bei älteren Larven die Weichenstellung zur Arbeiterin bereits zu weit fortgeschritten ist. Die Bienen legen meist mehrere Nachschaffungszellen gleichzeitig an, häufig werden fünf bis sechs genannt, damit trotz Verlusten mindestens eine Königin schlüpft.

Für die tägliche Arbeit am Volk ist die Unterscheidung zur Schwarmzelle wichtig: Findet man Nachschaffungszellen, bestätigt das meist einen bereits eingetretenen Königinnenverlust und keinen geplanten Schwärmversuch. Ein häufiger Fehler von Einsteigern ist es, jede gefundene Weiselzelle vorschnell als Zeichen von Schwarmstimmung zu deuten und zu brechen, obwohl das Volk in Wahrheit weisellos ist und dringend auf genau diese Zelle angewiesen ist, um wieder eine Königin zu bekommen.

Quellen (2)

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