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Bienenflucht

Lexikon

Die Bienenflucht ist eine kleine Einwegvorrichtung, die den Bienen aus dem Honigraum den Weg nach unten in den Brutraum freigibt, ihnen aber die Rückkehr nach oben versperrt.

Die Bienenflucht ist eine kleine Einwegvorrichtung, die den Bienen aus dem Honigraum den Weg nach unten in den Brutraum freigibt, ihnen aber die Rückkehr nach oben versperrt. Sie wird anstelle des Absperrgitters in einen Zwischenboden eingebaut oder direkt in diesen eingelassen und so zwischen die oberste Brutraumzarge und den zu erntenden Honigraum gesetzt. Für Bien und Imker macht dieses kleine Hilfsmittel die Honigernte deutlich ruhiger, weil beim Abräumen der Honigwaben kaum noch Bienen im Weg sind.

Üblicherweise wird die Bienenflucht am Tag vor der geplanten Wabenentnahme eingesetzt, also etwa 24 Stunden vorher. In dieser Zeit verlassen die meisten Bienen den Honigraum in Richtung Brutnest und Königin, sodass er am nächsten Tag fast bienenfrei ist. Der Imker muss dann beim Abnehmen der Waben nur noch wenige verbliebene Bienen abfegen oder abstoßen, statt den vollbesetzten Honigraum Wabe für Wabe von Hand freizuräumen.

Es gibt verschiedene Bauformen: verbreitet sind runde Fluchtbleche mit zwei oder acht kleinen Ausgängen, die in einen Zwischenboden eingelassen werden, daneben existieren auch rautenförmige Varianten, die direkt auf die Brutraumwaben gelegt werden und dafür eine Öffnung im Zwischenboden benötigen. Ein häufiger Fehler ist, die Bienenflucht zu lange liegen zu lassen: Verzögert sich die Ernte um mehrere Tage, sollte der Zwischenboden wieder gegen das ursprüngliche Absperrgitter getauscht werden, denn Honig in Waben ohne Bienen kann sonst erneut Wasser aufnehmen und dadurch an Reife und Haltbarkeit verlieren.

Quellen (2)

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