Wabensitz
Lexikon
Der Wabensitz beschreibt, wie ruhig die Bienen auf der Wabe sitzen bleiben, wenn der Imker sie zieht.
Der Wabensitz beschreibt, wie ruhig die Bienen auf der Wabe sitzen bleiben, wenn der Imker sie zieht. Ein Volk mit gutem Wabensitz bleibt beim Herausnehmen ruhig auf der Wabe, sodass Brutbild, Weiselzellen und Vorräte in Ruhe beurteilt werden können. Ein Volk mit schlechtem Wabensitz läuft von der Wabe, rennt zu den Rähmchenkanten oder lässt sich in Trauben abfallen.
Bewertet wird der Wabensitz wie die Sanftmut nach einer festen Notenskala und immer im Vergleich mit den übrigen Völkern derselben Prüfgruppe am selben Tag. Beide Merkmale werden häufig zusammen erfasst, sind aber unabhängig voneinander: Ein Volk kann sanftmütig sein und trotzdem unruhig auf der Wabe laufen.
Der praktische Nutzen liegt auf der Hand. Wer die Königin finden oder Weiselzellen sicher ausbrechen will, braucht Bienen, die nicht ständig in Bewegung sind. Bei schlechtem Wabensitz besteht außerdem eine höhere Gefahr, die Königin zu quetschen oder abfallen zu lassen.
Auch beim Wabensitz gilt, dass die Erblichkeit von der Population abhängt und Zahlen dazu nicht ohne weiteres übertragbar sind.