Zusetzkäfig
Lexikon
Ein Zusetzkäfig ist ein kleiner Käfig aus Gitter oder Kunststoff, in dem eine fremde Königin in ein Volk gehängt wird.
Ein Zusetzkäfig ist ein kleiner Käfig aus Gitter oder Kunststoff, in dem eine fremde Königin in ein Volk gehängt wird. Er schützt sie davor, sofort abgestochen zu werden, und gibt dem Volk Zeit, ihren Duft anzunehmen.
Der Ausgang des Käfigs ist mit Futterteig verschlossen. Die Bienen fressen ihn von außen frei, was ein bis mehrere Tage dauert. Über die Dicke des Verschlusses steuert der Imker also die Gewöhnungszeit. Eine Alternative ist die Schlupfpatrone, aus der die Königin nach demselben Prinzip freikommt.
Damit das gelingt, muss die Reihenfolge stimmen. Zuerst wird die alte Königin entnommen, dann wird die Weiselunruhe abgewartet, erst danach kommt die neue Königin hinein. Wer eine Königin in ein Volk hängt, das noch eine eigene hat oder das bereits eigene Weiselzellen gezogen hat, verliert sie fast sicher.
Häufige Fehler sind ein zu früh geöffneter Käfig, das Zusetzen in ein bereits drohnenbrütiges Volk und die Zugabe von Begleitbienen aus einem fremden Volk. Sicherer als das Zusetzen einer einzelnen Königin ist oft das Vereinigen der ganzen Begattungseinheit mit dem Volk.