Imkerlexikon
Begriffe aus der Imkerei, kurz und belegt erklärt.
A
- Ammenbienen Ammenbienen füttern die Brut. Sie sind etwa vom vierten bis zum zehnten oder zwölften Lebenstag im Dienst.
- Arbeitsteilung nach Alter Eine Arbeiterin wechselt im Lauf ihres Lebens die Aufgabe.
- Ausräumen und Totenfall Ein Volk schafft seine Toten hinaus. Vor der Beute und auf der Gemüllunterlage liegt deshalb immer etwas, und die Frage ist nie ob, sondern wie viel und was.
B
- Begattungsflug Etwa fünf bis zehn Tage nach dem Schlüpfen fliegt die junge Königin an warmen, windstillen Nachmittagen zu den Drohnensammelplätzen.
- Bienenbart An heißen Sommertagen hängt ein Teil des Volkes als Traube außen vor dem Flugloch.
- Blütenstetigkeit Eine Sammlerin bleibt während eines Ausflugs bei einer Pflanzenart und meist auch am selben Ort.
- Brut geht zurück Mit kürzeren Tagen und nachlassender Tracht drosselt die Königin das Legen Schritt für Schritt.
- Brutbeginn Um die Jahreswende, meist ab Mitte Januar und in milden Wintern schon im Dezember, legt die Königin wieder Eier.
D
- Drohnenschlacht Nach dem Ende der Haupttracht dulden die Arbeiterinnen die Drohnen nicht länger.
F
- Futteraustausch Bienen geben einander laufend Futter weiter.
K
- Keine Brut In den dunkelsten Wochen des Jahres geht das Brutgeschäft normalerweise ganz zurück, die Königin stellt das Legen ein.
- Kittharz sammeln Bienen sammeln Knospenharze von Pappel, Birke, Erle, Weide, Rosskastanie und Nadelbäumen und tragen sie wie Pollen in den Körbchen der Hinterbeine ein.
N
- Nachschwarm Nach dem Auszug des Vorschwarms bleibt das Altvolk mit Brut und Weiselzellen zurück.
P
- Pollen eintragen Pollen ist die Eiweißquelle des Volkes. Ein starkes Volk braucht nach Angaben des Bieneninstituts Celle mehr als 25 Kilogramm im Jahr.
- Putztrieb und Hygieneverhalten Zwei Dinge werden hier oft in einen Topf geworfen.
R
- Reinigungsflug An den ersten milden Tagen, wenn die Tageshöchsttemperatur etwa 10 Grad erreicht und dazu die Sonne scheint, verlassen die Bienen die Wintertraube und entleeren ihre Kotblase im Flug.
- Rundtanz Liegt die Trachtquelle nahe am Stand, unterhalb von etwa hundert Metern, tanzt die Sammlerin keine Acht, sondern läuft enge Kreise und wechselt dabei häufig die Richtung.
S
- Schwarmzeit Zwischen Mai und Juni bereitet ein starkes Volk seine natürliche Vermehrung vor.
- Schwänzeltanz Eine heimgekehrte Sammlerin läuft auf der senkrechten Wabe eine liegende Acht und schwänzelt im Mittelstück mit dem Hinterleib.
- Sterzeln Die Biene hebt den Hinterleib, zieht die letzte Rückenschuppe zurück und legt damit die Sterzeldrüse frei.
- Stille Umweiselung Das Volk ersetzt seine Königin, ohne zu schwärmen.
T
- Trachtlücke Zwei Zeiten im Jahr sind eng. Der Vorfrühling ab etwa Mitte Februar, wenn das Brutnest wächst und Pollen knapp ist.
V
- Ventilieren Das Volk hält sein Brutnest bei etwa 35 Grad, unabhängig vom Wetter draußen.
- Volle Entwicklung Mit der ersten kräftigen Tracht kippt das Volk in den Vollbetrieb: Die Königin legt täglich weit über tausend Eier, die Angaben der Fachquellen für Spitzenzeiten reichen von etwa 1200 bis 2000.
- Vorspiel An warmen Tagen schwirren plötzlich viele Bienen vor der Beute, mit dem Kopf zum Flugloch, und fliegen in immer größeren Kreisen.
W
- Wasser holen Bienen holen Wasser, um Pollen zu verdauen und Futtersaft anzurühren, um die Luftfeuchte im Stock zu regeln und um das Volk bei Hitze zu kühlen.
- Weiselzellen anlegen Drei Arten von Weiselzellen muss man auseinanderhalten.
- Wintertraube Sinken die Außentemperaturen auf etwa 8 bis 10 Grad, rücken die Bienen eng zusammen und bilden eine Kugel.
- Wächterbienen Etwa zwischen dem 18. und 21. Lebenstag, im Übergang von der Stock- zur Flugbiene, übernehmen Arbeiterinnen den Wachdienst.
Z
- Zellen deckeln Ist die Larve ausgewachsen, verschließen die Arbeiterinnen die Zelle mit einem luftdurchlässigen Wachsdeckel.