Erste Ameisensäurebehandlung
Arbeiten am Bienenstand
Direkt nach der letzten Honigernte folgt die erste Sommerbehandlung.
Direkt nach der letzten Honigernte folgt die erste Sommerbehandlung. Ameisensäure ist das einzige zugelassene Mittel, das auch Milben in der verdeckelten Brut erreicht, deshalb steht sie am Anfang, wenn das Volk noch stark bebrütet ist. Vollständig ist diese Wirkung nicht, und eine gut wirkende Behandlung kostet regelmäßig auch etwas Brut.
Angewendet wird sie als Verdunstung, etwa über Liebig-Dispenser, Nassenheider oder Schwammtuch. Die Wirkung hängt stark von der Temperatur ab: Etwa zwischen 10 und 30 Grad verdunstet die Säure brauchbar. Zu kalt wirkt sie kaum, oberhalb von 25 Grad steigt das Risiko für Königinnen- und Brutverluste, dann lieber am frühen Morgen oder an einem bewölkten Tag ansetzen.
Vor der Behandlung den Befall messen, danach den Milbenfall auszählen und die Wirkung bewerten. Schutzbrille, säurefeste Handschuhe und langärmlige Kleidung sind Pflicht, Wasser zum Abspülen gehört griffbereit daneben, und das Volk braucht freien Luftaustausch.