Erste Durchsicht
Arbeiten am Bienenstand
Geöffnet wird erst, wenn der Reinigungsflug stattgefunden hat.
Geöffnet wird erst, wenn der Reinigungsflug stattgefunden hat. Vorher kann eine Durchsicht dazu führen, dass die Bienen in der Beute abkoten, und daraus wird Ruhr. Zur Temperatur nennen die Institute 10 oder 12 Grad; sicher ist man mit dem höheren Wert.
Geprüft wird dreierlei, und zwar zügig: Futter, Weiselrichtigkeit, Gesundheit. Anfang März sollten noch mindestens acht Kilogramm Winterfutter da sein, und volle Futterwaben gehören an den Bienensitz. Die Königin muss dafür nicht gesucht werden, flach gedeckelte Arbeiterbrut genügt als Nachweis. Hoch gewölbte Deckel in Arbeiterinnenzellen bedeuten Buckelbrut. Kotspritzer auf den Waben sprechen für Ruhr oder Nosema, weiße Mumien für Kalkbrut, fadenziehender Zellinhalt für Amerikanische Faulbrut, und die ist anzeigepflichtig: dann zuerst das Veterinäramt verständigen.
Kurz halten. Jede Kontrolle stört, und die Anordnung des Brutnests soll nicht durcheinandergebracht werden. Bewährt hat sich, erst zügig zu zerlegen und beim Zusammenbauen zu kontrollieren. Vieles klärt sich ohnehin vorher von unten: Eine für etwa drei Tage eingeschobene, mit Speiseöl getränkte Windel zeigt besetzte Wabengassen, Futterzehrung, Brut und Milben, ohne dass der Deckel hochgeht. Bei geschlossenen Böden wird der Boden gereinigt oder getauscht, bei Gitterböden entfällt das.