Schwarm einfangen
Arbeiten am Bienenstand
Hängt der Schwarm gut erreichbar, genügt meist ein gezielter Schlag gegen den Ast, um den Großteil in die Schwarmkiste zu bekommen.
Hängt der Schwarm gut erreichbar, genügt meist ein gezielter Schlag gegen den Ast, um den Großteil in die Schwarmkiste zu bekommen. Der Rest folgt, wenn die Königin drin ist; erkennbar am Einlaufen und am Sterzeln vor dem Eingang. Die Kiste braucht großflächige Lüftung und muss im Schatten stehen.
Am Abend wird die Kiste geschlossen und für mindestens zwei Tage in den Keller gestellt, in Seuchengebieten länger. Anders als ein Kunstschwarm wird ein Naturschwarm dabei nicht gefüttert, denn er hat seine Honigblase gefüllt. Ab dem dritten Tag täglich nachsehen; liegen erste tote Bienen am Boden, sofort Zuckerwasser geben. Einlogiert wird ausschließlich auf Mittelwänden, als Richtwert etwa drei je Kilogramm Bienen. Ein Schwarm ist brutfrei und baut neu, das ist die beste Gelegenheit für eine Varroabehandlung.
Rechtlich gilt in Deutschland: Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch wird ein Schwarm herrenlos, wenn der Eigentümer ihn nicht unverzüglich verfolgt. Bei der Verfolgung darf er fremde Grundstücke betreten und muss entstehenden Schaden ersetzen. Zieht der Schwarm in eine fremde besetzte Beute, gehört er dem dort sitzenden Volk. Eine feste Frist in Stunden oder Tagen nennt das Gesetz nicht.