Kunstschwarm bilden
Arbeiten am Bienenstand
Der Kunstschwarm ist ein künstlich erzeugter Schwarm: Bienen werden abgefegt, mit einer Königin in eine Kiste gegeben und später auf Mittelwänden einlogiert.
Der Kunstschwarm ist ein künstlich erzeugter Schwarm: Bienen werden abgefegt, mit einer Königin in eine Kiste gegeben und später auf Mittelwänden einlogiert. Er startet ohne alte Waben und ohne Brut. Genau das macht ihn wertvoll, denn er trennt Bienen von Brut und lässt sich brutfrei behandeln, und er ist der einfachste Weg auf ein anderes Wabenmaß.
Die Bienenmenge richtet sich nach der Jahreszeit. Genannt werden rund 1,5 Kilogramm im Mai und Juni und etwa 2,5 Kilogramm ab Juli, anderswo ein bis drei Kilogramm je nach Saison. Bleibt der Kunstschwarm auf demselben Stand, kommt ein halbes Kilogramm dazu. Bevorzugt wird eine begattete Königin, weil bei einer unbegatteten der Begattungsflug schiefgehen kann. Setzt nach etwa zwei Stunden keine Weiselunruhe ein, wurde versehentlich eine Königin mit abgefegt.
Danach zwei bis drei Tage kühl und dunkel halten und dabei füttern, denn anders als ein Naturschwarm konnte der Kunstschwarm seine Honigblase nicht füllen. Aufgestellt wird mindestens drei Kilometer entfernt; steht er so weit weg, kann die Kellerhaft auch entfallen. Der brutfreie Zustand ist die beste Gelegenheit zur Varroabehandlung. Welches Mittel dabei erlaubt ist, richtet sich nach der Zulassung im jeweiligen Land: In Deutschland wird meist Milchsäure genannt, in der Schweiz Oxalsäure im Sprühverfahren.