Beuten reinigen
Arbeiten am Bienenstand
Beuten und Rähmchen aus toten oder erkrankten Völkern dürfen nicht ohne Reinigung wieder eingesetzt werden.
Beuten und Rähmchen aus toten oder erkrankten Völkern dürfen nicht ohne Reinigung wieder eingesetzt werden. Zuerst grob mechanisch mit Stockmeisel und Messer, dann entweder abflammen oder mit heißer Natronlauge waschen. Beim Abflammen genügt es, wenn sich das Holz leicht verfärbt; auf eine feuersichere Umgebung achten.
Ätznatron wird immer kalt angemischt, sonst kommt es zu einer heftigen Reaktion. Zum Reinigen wird eine heiße zweiprozentige Lösung genannt, bei niedrigeren Temperaturen bis fünf Prozent, im Seuchenfall drei bis fünf Prozent nach Anweisung des Amtstierarztes. Die Lauge ist stark ätzend: Schürze über die Stiefel, chemikalienfeste Handschuhe bis über den Ellenbogen, Gesichtsschutz. Danach mit klarem Wasser nachspülen und trocknen lassen. Vor der Entsorgung der Lösung mit dem Abwasserentsorger sprechen.
Bei Amerikanischer Faulbrut ist das keine freie Entscheidung. Nach der Bienenseuchen-Verordnung sind Bienenstände, Bienenwohnungen und Geräte nach Anweisung des beamteten Tierarztes und unter amtlicher Überwachung zu reinigen und zu entseuchen; Beuten aus Stroh werden verbrannt. Abflammen allein reduziert die Sporen nur. Bei alten Rähmchen lohnt der Aufwand oft nicht mehr als der Neukauf.