Absperrgitter einlegen
Arbeiten am Bienenstand
Das Absperrgitter liegt zwischen der obersten Brutzarge und dem Honigraum.
Das Absperrgitter liegt zwischen der obersten Brutzarge und dem Honigraum. Arbeiterinnen passen hindurch, die Königin wegen ihres breiteren Hinterleibs nicht. So bleiben die Honigwaben brutfrei. Übliche Spaltweiten liegen bei rund 4,2 Millimetern; ein genormtes Maß gibt es nicht, und die Ausführungen unterscheiden sich in der Qualität erheblich.
Der Zeitpunkt richtet sich nach der Natur, nicht nach dem Kalender: mit der Kirschblüte werden Baurahmen eingehängt und der erste Honigraum aufgesetzt. Lieber zu früh als zu spät, sonst verhonigt der Brutraum und der Schwarmtrieb kommt. Vor dem Auflegen prüfen, dass die Königin im Brutraum sitzt und keine Drohnen im Honigraum sind: Sie kommen durch das Gitter nicht zurück und verenden dort.
Unumstritten ist das Gitter nicht, der Spottname Honigaussperrer rührt daher, dass sich die Sammlerinnen durchzwängen müssen. Wer es einsetzt, achtet auf glatte, abgerundete Stäbe und darauf, dass die Randspalte die Königin nicht durchlassen. Brutwaben in den Honigraum zu hängen, um die Bienen nach oben zu locken, raten Fachstellen ausdrücklich ab: Die Brut verkühlt, Nachschaffungszellen bleiben unbemerkt, und es kommen Rückstände in den Honigraum.