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Bestandsbuch führen

Arbeiten am Bienenstand

Bienen gelten arzneimittelrechtlich als lebensmittelliefernde Tiere.

Bienen gelten arzneimittelrechtlich als lebensmittelliefernde Tiere. Wer sie behandelt, muss das aufzeichnen. Das gilt für alle in der Imkerei angewendeten Arzneimittel, also ausdrücklich auch für die freiverkäuflichen: Ameisensäure, Oxalsäure, Milchsäure und Thymol. Puderzucker zur Befallsmessung fällt nicht darunter, er gilt als Futtermittel.

Einzutragen sind Anzahl, Art und Identität der behandelten Tiere und, soweit zur Identifizierung nötig, deren Standort, die Bezeichnung des angewendeten Mittels, die Belegnummer, die verabreichte Menge, das Datum der Anwendung, die Wartezeit in Tagen und der Name der Person, die es angewendet hat, nach EU-Recht außerdem Lieferant, Erwerbsbeleg und Behandlungsdauer. Aufzubewahren sind die Aufzeichnungen samt Erwerbs- und Abgabebelegen mindestens fünf Jahre ab ihrer Erstellung.

Eine Form ist nicht vorgeschrieben, Papier und elektronische Führung sind gleichwertig, aber es muss zeitlich fortlaufend und unverzüglich eingetragen werden. Eine Untergrenze nach Bestandsgröße gibt es nicht, und zwischen Hobby und Erwerb wird nicht unterschieden; entscheidend ist allein, dass Bienen als der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere gelten. Kontrolliert wird durch Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung. Die Stockkarte ist etwas anderes: ein freiwilliges Arbeitsmittel, das das Bestandsbuch nur ersetzt, wenn es alle Pflichtangaben enthält.

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Die nächste Durchsicht schon digital dokumentieren

Am Bienenvolk eintragen, zu Hause ist alles schon da. Auch wenn am Stand kein Netz ist.

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