Völker wiegen
Arbeiten am Bienenstand
Statt den Futtervorrat zu schätzen, lässt er sich rechnen.
Statt den Futtervorrat zu schätzen, lässt er sich rechnen. Dafür braucht es keine Stockwaage unter jedem Volk, sondern eine Federzugwaage mit Hebelgestänge. Weil die Beute nur angekippt wird, ist das angezeigte Gewicht die Hälfte des Gesamtgewichts.
Dazu bildet man ein Zielgewicht. Die Beispielrechnung einer Fachstelle: Leergewicht der Beute 23 Kilogramm, Bienen und Pollen 2 Kilogramm, Winterfutter 20 Kilogramm, macht 45 Kilogramm gesamt und damit 22,5 Kilogramm an der Waage. Zeigt sie weniger, fehlt genau diese Differenz an Futter. Als Durchschnittswerte für den Winter werden etwa 15 Kilogramm bei einzargigen und 18 bis 22 Kilogramm bei zweizargigen Völkern genannt, der Bedarf ist aber ausdrücklich regional verschieden.
Wer über die Waben rechnen will, nimmt die Flächenregel: ein Quadratdezimeter beidseitig verdeckelt entspricht etwa 300 Gramm. Die Angaben zum Inhalt einer ganzen Wabe schwanken selbst innerhalb derselben Beratungsstelle, für Zander werden 2 bis 3 Kilogramm genannt. Wichtiger als die genaue Zahl ist ohnehin der Sitz des Futters: Volle Futterwaben gehören an den Bienensitz, sonst verhungert ein Volk bei Kälte auf vollen Randwaben.