Wassergehalt messen
Arbeiten am Bienenstand
Gemessen wird mit dem Handrefraktometer. Die Honigverordnung erlaubt höchstens 20 Prozent Wasser, bei Heidehonig von Calluna und bei Backhonig 23 Prozent.
Gemessen wird mit dem Handrefraktometer. Die Honigverordnung erlaubt höchstens 20 Prozent Wasser, bei Heidehonig von Calluna und bei Backhonig 23 Prozent. Wer im Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbundes abfüllt, darf höchstens 18,0 Prozent haben, bei Heidehonig 21,4 Prozent.
Über den Wert entscheidet auch das Gerät. Sinnvoll sind Skalen mit Teilstrichen von 0,2 Prozent oder feiner und ein blau unterlegtes Prisma; Geräte für Urinzucker sind ungeeignet. Refraktometer sind auf 20 Grad geeicht: Ohne Temperaturausgleich wird je Grad darunter 0,08 Prozent addiert und je Grad darüber abgezogen. Nachjustiert wird mit der mitgelieferten Lösung oder dem Justierplättchen. Bei einer Prüfung im Bieneninstitut Celle war die Mehrzahl der eingesandten Geräte falsch eingestellt, ein Blick darauf lohnt sich also.
Die Spritzprobe an der Wabe ist eine brauchbare Vorprüfung, ersetzt die Messung aber nicht. Die Verdeckelung ist kein sicheres Kriterium, denn Bienen verdeckeln mitunter auch über 20 Prozent. Als gärungsgefährdet gilt Honig oberhalb von 18 Prozent, wirklich lagerfest ist er deutlich darunter. Nachträgliches Trocknen von Honig ist nicht erlaubt.