Honig rühren
Arbeiten am Bienenstand
Gerührt wird, damit der Honig fein und streichfähig kristallisiert statt grob und hart.
Gerührt wird, damit der Honig fein und streichfähig kristallisiert statt grob und hart. Der richtige Moment ist erreicht, wenn er leicht trübe wird, also die ersten Kristalle entstehen. Dann ein- bis zweimal täglich fünf bis zehn Minuten rühren, nach etwa fünf Tagen ist es getan. Mit Impfhonig lässt sich die Kristallisation steuern; die Angaben zum Anteil reichen von drei bis zehn Prozent.
Der Rührer bleibt unter der Oberfläche, es darf keine Luft eingerührt werden, denn schaumig gerührter Honig gilt als Mangel. Die Rührscheibe darf die Behälterwand nicht berühren, sonst gelangen Kunststoffteilchen in den Honig. Nach dem Rühren mindestens zehn und höchstens vierundzwanzig Stunden stehen lassen, damit die Bläschen aufsteigen. Zum Lagern werden Temperaturen um 15 Grad genannt.
Die wichtigste Zahl ist die Obergrenze: Der Honig darf nie über 40 Grad kommen. Darüber entstehen Wärmeschäden, der HMF-Wert steigt und die Invertase geht zurück, und die Invertase zeigt das früher an als der HMF. Die Honigverordnung erlaubt höchstens 40 Milligramm HMF je Kilogramm, der Deutsche Imkerbund für sein Glas höchstens 15 und mindestens 64 Einheiten Invertase. Frisch geernteter Honig liegt normalerweise bei etwa 2 Milligramm HMF.