Umlarven
Arbeiten am Bienenstand
Beim Umlarven wird eine jüngste weibliche Larve mit dem Umlarvlöffel aus einer Arbeiterinnenzelle in ein Weiselnäpfchen umgesetzt.
Beim Umlarven wird eine jüngste weibliche Larve mit dem Umlarvlöffel aus einer Arbeiterinnenzelle in ein Weiselnäpfchen umgesetzt. Das Alter entscheidet über die Qualität der späteren Königin: verwendet werden Larven von höchstens etwa anderthalb Tagen. Sichergestellt wird das, indem die Zuchtmutter für 24 Stunden in einer Wabentasche auf eine leere Brutwabe gesperrt wird.
Das Pflegevolk muss hoffnungslos weisellos sein: keine Königin, keine Nachschaffungszellen und keine Brut, die jünger als sechs Tage ist. Es braucht viele Bienen, viel verdeckelte Brut und laufend Futter, in trachtloser Zeit in kleinen Gaben. Alternativ werden die angepflegten Zellen in den Honigraum eines weiselrichtigen Volkes zwischen zwei Brutwaben gehängt.
Nach fünf Tagen Larvenzeit sind die Zellen verdeckelt. Am elften Tag nach dem Umlarven wird verschult, also jede Zelle in einen eigenen Schlupfkäfig gesetzt, damit die zuerst schlüpfende Königin die anderen nicht absticht. Am zwölften Tag schlüpfen sie. Die Angaben schwanken um einen Tag; entscheidend ist, vor dem ersten Schlupf zu verschulen. Eine Larve übersteht ohne Pflege höchstens etwa sechs Stunden, deshalb wird zügig gearbeitet.