Krankheitskontrolle
Arbeiten am Bienenstand
Der prüfende Blick aufs Brutnest gehört zu jeder Durchsicht.
Der prüfende Blick aufs Brutnest gehört zu jeder Durchsicht. Gesunde Brut ist geschlossen, gleichmäßig und leicht gewölbt verdeckelt, die Larven liegen perlweiß und glänzend in ihren Zellen.
Warnzeichen sind ein lückenhaftes, schrotschussartiges Brutbild, eingesunkene oder durchlöcherte Zelldeckel und hellbrauner, schleimiger Zellinhalt. Lässt er sich mit einem Streichholz zu einem Faden ausziehen, ist das der klassische Hinweis auf die Amerikanische Faulbrut, die anzeigepflichtig ist. Fauliger Geruch tritt erst bei starkem Befall auf. Lose Larvenmumien, weiß bis grauschwarz, deuten auf Kalkbrut, sackförmige Larven in Haken- oder Schiffchenform auf Sackbrut, verkrüppelte Flügel auf Viren im Gefolge der Varroamilbe.
Bei Verdacht auf Faulbrut nichts umhängen, keine Waben tauschen, kein Werkzeug ungereinigt weiterverwenden. Stattdessen den Bienensachverständigen einschalten.