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Waagvolk ablesen

Arbeiten am Bienenstand

Eine Stockwaage unter einem Volk ersetzt viele Blicke in die Beute.

Eine Stockwaage unter einem Volk ersetzt viele Blicke in die Beute. Sie dient zwei Zwecken: im Winter der Beobachtung der Futterzehrung, in der Saison der Trachtbeobachtung. Im automatischen Betrieb sind Messintervalle von fünf Minuten üblich, denn nur so werden Tagesgang und einzelne Ereignisse überhaupt sichtbar.

Die Kurve lässt sich lesen. Langsame Abnahme über die Woche heißt Futterzehrung, langsame Abnahme am Vormittag den Beginn der Sammeltätigkeit. Eine plötzliche Abnahme um die Mittagszeit spricht für einen Schwarm, eine plötzliche Abnahme am Morgen für die Honigernte, ein plötzlicher Sprung nach oben für eine Erweiterung durch den Imker. Eine schnelle Zunahme außerhalb der Trachtzeit ist Räuberei. Eine Zunahme mit deutlichem Maximum am frühen Nachmittag zeigt Blütentracht an, eine Zunahme ohne dieses Maximum Honigtau.

Der Deutungsschlüssel funktioniert nur, wenn die eigenen Eingriffe bekannt sind, denn Erweitern und Ernten erzeugen dieselben Sprünge wie natürliche Ereignisse. Und die Waage misst ein einziges Volk: Sie zeigt, was am Standort trägt, nicht wie es jedem einzelnen Volk geht. Waagvölker stehen deshalb oft in einem Häuschen, das nicht nur vor Diebstahl schützt, sondern vor Regen und Nässe, die sonst die Kurve verfälschen.

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Die nächste Durchsicht schon digital dokumentieren

Am Volk eintragen, zu Hause ist alles schon da. Auch wenn am Stand kein Netz ist.

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