Honig schleudern
Arbeiten am Bienenstand
Entdeckelt wird mit Gabel oder angewärmtem Messer, flach über die Wabe geführt, damit die Zellwände nicht ausbrechen.
Entdeckelt wird mit Gabel oder angewärmtem Messer, flach über die Wabe geführt, damit die Zellwände nicht ausbrechen. Geschleudert wird tangential mit einer Wabenseite zur Schleuderwand, dazwischen wird gewendet, oder radial mit den Oberträgern nach außen, dann entfällt das Wenden. Frisch gebaute Waben erst langsam anschleudern, sonst brechen sie. Edelstahl ist hygienisch einwandfrei, Weißblech verkratzt und gibt dunkle Streifen im Honig.
Vor dem Schleudern die Reife prüfen. Der Verdeckelungsgrad allein ist unzuverlässig; die Spritzprobe zeigt, ob der Honig zäh in den Zellen bleibt, und den Ausschlag gibt das Refraktometer. Gesiebt wird warm, etwa zwischen 25 und 30 Grad; eine genormte Maschenweite gibt es nicht. Danach klärt der Honig im Behälter, Wachs und Luftbläschen steigen auf und werden nach etwa drei bis fünf Tagen flach abgeschöpft.
Zur Hygiene gibt es bis heute keine eigenen imkerlichen Richtlinien; zuständig ist die örtliche Lebensmittelüberwachung, und die Praxis fällt regional unterschiedlich aus. Verlangt werden abwaschbare Flächen, Wasseranschluss und Waschgelegenheit; Haustiere und Topfpflanzen gehören hinaus. Geräte erst kalt vorreinigen, dann heiß nachspülen, sonst verschmiert das Wachs. Geräte und Entdeckelungswachs nie im Freien ausschlecken lassen: Das gibt Räuberei und überträgt Faulbrut.