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Trachtlücke

Verhalten der Bienen

Zwei Zeiten im Jahr sind eng. Der Vorfrühling ab etwa Mitte Februar, wenn das Brutnest wächst und Pollen knapp ist.

Zwei Zeiten im Jahr sind eng. Der Vorfrühling ab etwa Mitte Februar, wenn das Brutnest wächst und Pollen knapp ist. Und die Wochen nach der ersten Ernte, in denen das Nektarangebot einbricht, bevor die Sommertracht kommt.

Das Volk reagiert darauf mit Bruteinschränkung: Bei Futterknappheit, bei Platzmangel und vor dem Winter geht die Eilage zurück. Hungernde Völker sind zugleich krankheitsanfälliger, und die Trachtlücke ist der Hauptauslöser für Räuberei. Für Pollen gilt dabei etwas Besonderes: Einen vollwertigen Ersatz gibt es nicht.

Also den Futtervorrat im Auge behalten, bis in den August nie unter etwa fünf Kilogramm. Bei der Frühjahrsernte genug Honig im Volk lassen. Beuten in trachtarmer Zeit so kurz wie möglich offen halten. Wie stark die Lücke ausfällt, hängt stark von Standort und Jahr ab; wo Wald, Linde oder Edelkastanie tragen, kann sie ganz ausbleiben, und eine kräftige Sommertracht kann den Schwarmtrieb sogar noch einmal aufflackern lassen.

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