Wespen
Krankheiten
Die Gemeine und die Deutsche Wespe jagen im Spätsommer Insekten, darunter auch Honigbienen.
Die Gemeine und die Deutsche Wespe jagen im Spätsommer Insekten, darunter auch Honigbienen. Von Juli bis September sind sie regelmäßig vor den Fluglöchern zu sehen. Der Schweizer Bienengesundheitsdienst stuft sie als bedingt problematisch ein und führt sie zugleich als Nützlinge.
Für ein starkes, gesundes Volk sind Wespen kein ernstes Problem. Die Wächterbienen halten sie am Flugloch ab. Gefährlich wird es für schwache Einheiten, Ableger und weisellose oder varroageschädigte Völker, die ihren Eingang nicht mehr verteidigen können. Im Gemüll erkennt man den Wespenschaden daran, dass tote Bienen in Einzelteile zerlegt wurden.
Die wirksamste Maßnahme ist einfach: das Flugloch verengen, und zwar rechtzeitig ab Trachtende. Dazu kommt sauberes Arbeiten, also nicht kleckern beim Füttern, kein offenes Futter am Stand, eingegangene Völker sofort verschließen und honigfeuchte Geräte nicht draußen stehen lassen. Schwache Einheiten werden besonders eng gehalten oder mit anderen vereinigt.
Von Fallen raten die Fachstellen ab. Sie töten viele andere Insekten mit, und Nützlinge gehören zur Fauna am Bienenstand. Ratten- und Ameisengift dürfen am Bienenstand nicht eingesetzt werden.
Rechtlich gilt: Alle wild lebenden Tiere stehen unter dem allgemeinen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes, sie dürfen nicht mutwillig beunruhigt und nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden. Die Europäische Hornisse ist darüber hinaus besonders geschützt, Gemeine und Deutsche Wespe sind es nicht.