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Verhungern im Winter

Krankheiten

Der Futtermangel im Winter ist eine der häufigsten Verlustursachen und zugleich eine der vermeidbarsten.

Der Futtermangel im Winter ist eine der häufigsten Verlustursachen und zugleich eine der vermeidbarsten. Es gibt zwei Spielarten: Entweder war insgesamt zu wenig Futter da, oder das Futter war da, saß aber an der falschen Stelle. Das Bieneninstitut Kirchhain nennt Letzteres den Abriss vom Futter.

Das Schadbild ist eindeutig. Tote Bienen stecken kopfüber in den Zellen, viele mit ausgestrecktem Rüssel. Die Waben um den Bienensitz sind trocken und sauber. Findet man reichlich Futter, das aber nur auf den Randwaben sitzt, ist der Abriss belegt. Aufgerissene Futterzellen deuten dagegen auf Räuberei hin, und viele Milben, Milbenkot und verkrüppelte Bienen bei nur wenigen toten Bienen sprechen für einen Varroa-Winterverlust.

Als Faustzahlen nennt die Bayerische Landesanstalt rund 15 Kilogramm eingelagertes Futter für einzargige und 18 bis 22 Kilogramm für zweizargige Völker. Entscheidend ist, dass die tatsächlich eingelagerte Menge nie der gegebenen Menge entspricht. Eine Herbstdurchsicht mit Vorratskontrolle ist deshalb Pflicht, entweder durch Abschätzen der verdeckelten Fläche oder durch einseitiges Anheben mit der Federzugwaage.

Wird Futtermangel festgestellt, hilft nur eine Notfütterung, und zwar möglichst nah am Bienensitz. Im zeitigen Frühjahr nehmen die Bienen aus Futteraufsätzen oder aus einer Leerzarge nichts mehr ab. Bewährt sind Futtertaschen, das Umhängen voller Futterwaben aus dem eigenen Bestand oder Futterteig direkt auf die Wabenoberträger über dem Sitz der Wintertraube. Verwendet wird ausschließlich eigener Honig oder Zuckerfutter, niemals betriebsfremder Honig, weil damit die Faulbrut eingeschleppt wird.

Quellen (4)

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