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Kleiner Beutenkäfer (Aethina tumida)

Krankheiten

Der Kleine Beutenkäfer Aethina tumida stammt aus dem südlichen Afrika und hat sich über den Handel weltweit verbreitet.

Der Kleine Beutenkäfer Aethina tumida stammt aus dem südlichen Afrika und hat sich über den Handel weltweit verbreitet. In Europa wurde er 2014 erstmals in Süditalien nachgewiesen. Die erwachsenen Käfer sind dunkelbraun bis schwarz, wenige Millimeter groß, mit verkürzten Flügeldecken und keulenförmigen Fühlern. Sie legen ihre Eier in Ritzen und Spalten der Beute ab.

Den eigentlichen Schaden richten die Larven an. Sie fressen an Brut, Pollen und Honig, durchziehen die Waben mit Fraßgängen und hinterlassen einen Schleim. Über eingebrachte Hefen beginnt der Honig zu gären, wird schaumig und läuft aus, das Volk verliert seine Vorräte. Stark befallene Völker geben ihren Bau auf und flüchten. Zur Verpuppung verlassen die reifen Larven die Beute und graben sich in den Boden davor ein, weshalb bei Befall auch der Boden vor der Beute behandelt werden muss.

Am Volk sucht man nach schnell laufenden Käfern, die beim Öffnen der Beute ins Dunkle flüchten, nach Larven auf Waben und Beutenboden, nach schaumigem, gärendem Honig und einem auffälligen Geruch nach Fäulnis. Hilfreich sind Bodeneinlagen und einfache Fallen. Der Kleine Beutenkäfer ist deutlich größer als die Varroamilbe und mit bloßem Auge gut zu erkennen.

Der Befall von Bienenvölkern mit dem Kleinen Beutenkäfer ist in Deutschland eine anzeigepflichtige Tierseuche. Jeder Verdacht ist unverzüglich dem zuständigen Veterinäramt zu melden. Nach der Bienenseuchen-Verordnung untersucht die zuständige Behörde daraufhin unverzüglich alle Bienenvölker im Umkreis von mindestens drei Kilometern um den betroffenen Bienenstand. Die weiteren Maßnahmen bis hin zur Vernichtung befallener Völker und zur Bodenbehandlung ordnet die Behörde an.

Zu unterlassen ist eigenmächtiges Handeln bei Verdacht, insbesondere das Wandern, Verkaufen oder Verstellen betroffener Völker. Vorbeugend gehören der Verzicht auf Zukäufe aus Befallsgebieten, aufmerksame Kontrollen und ein sauberer Schleuderraum dazu, da sich der Käfer auch in gelagertem Wabenmaterial und Honigresten vermehren kann.

Quellen (4)

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