Bienenlaus
Krankheiten
Die Bienenlaus, Braula coeca, ist trotz ihres Namens keine Laus, sondern eine flügellose Fliege von etwa einem bis anderthalb Millimetern Größe.
Die Bienenlaus, Braula coeca, ist trotz ihres Namens keine Laus, sondern eine flügellose Fliege von etwa einem bis anderthalb Millimetern Größe. Sie ist der einzige Parasit unserer Honigbiene, der die Königin als Wirt bevorzugt.
Die erwachsene Bienenlaus sitzt auf der Biene und schmarotzt beim Futteraustausch mit: Sie greift am Mundwerkzeug ab, was die Biene gerade weitergibt. Ihre Mundwerkzeuge sind kurz und rein saugend, sie sticht die Biene nicht an, kommt nicht an die Hämolymphe und überträgt keine Krankheiten. Das Bieneninstitut Kirchhain stuft sie deshalb als Lästling ein und nicht als Schädling. Erst bei starkem Befall der Königin kann diese die Eiablage einschränken.
Schaden richtet vor allem die Larve an. Die Eier werden im Sommer an die Innenseite der Wachsdeckel von Honigzellen gelegt, die Larven fressen anschließend Gänge durch die Wabenwände. Bei starkem Befall hilft es, die Wachsdeckel der Honigzellen zu entfernen, damit die Bienen die Larven ausräumen.
In Deutschland ist die Bienenlaus sehr selten geworden. Als Ursache wird angenommen, dass die gegen die Varroamilbe eingesetzten Mittel auch sie treffen, ähnlich wie bei der Tracheenmilbe. Verwechselt wird sie regelmäßig mit der Varroamilbe. Beide sind ähnlich groß, aber die Bienenlaus ist ein Insekt mit sechs Beinen, die Varroamilbe eine Milbe mit acht Beinen und deutlich flacher, schildförmiger Gestalt.