Marcel Gläser | 21. März 2026
Rekord-Honigernte 2025: 37,6 kg pro Volk – der beste Wert seit 13 Jahren
Die Honigobleute-Tagung in Wismar brachte eine erfreuliche Nachricht: Die deutsche Honigernte 2025 erreichte mit durchschnittlich 37,6 kg pro Volk den höchsten Wert seit über einem Jahrzehnt. Was steckt hinter dem Rekordjahr?
Auf der diesjährigen Tagung der Honigobleute, die am 27. und 28. Februar in Wismar stattfand, wurde eine beeindruckende Zahl verkündet: Im Durchschnitt ernteten deutsche Imkerinnen und Imker 2025 rund 37,6 kg Honig pro Volk. Das ist der höchste Wert seit 13 Jahren — und ein deutlicher Sprung im Vergleich zum Vorjahr mit 30,5 kg.
Warum war 2025 so ein gutes Jahr?
Mehrere Faktoren spielten zusammen: Ein milder Frühling sorgte für einen frühen Trachtbeginn, die Raps- und Obstblüte fiel zeitlich günstig, und auch die Sommertracht lieferte vielerorts überdurchschnittlich. Hinzu kam ein relativ trockener Frühsommer, der die Nektarproduktion begünstigte, ohne die Blüten durch Starkregen zu zerstören.
Qualität im Fokus
Doch nicht nur die Menge stimmte — auch bei der Qualität gab es Fortschritte. Der Deutsche Imkerbund führte 2025 ein neues System bei der Probenziehung ein: Imkerinnen und Imker wurden erstmals direkt vom D.I.B. angeschrieben und zur Probenabgabe aufgefordert. Das Ergebnis: eine Rücklaufquote von beeindruckenden 91,8 % (Vorjahr: 86,7 %).
Bei den Beanstandungen fielen vor allem Fehler bei der Kennzeichnung auf — falsches Mindesthaltbarkeitsdatum, fehlerhafte Deckeleinlagen oder ungenaue Sortenbezeichnungen. Alles Dinge, die sich mit etwas mehr Sorgfalt beim Abfüllen leicht vermeiden lassen.
Was bedeutet das für Hobbyimker?
Ein Durchschnitt von 37,6 kg ist natürlich genau das — ein Durchschnitt. Je nach Standort, Trachtangebot und Völkerführung können die eigenen Erträge stark abweichen. Trotzdem zeigt die Zahl: Wer seine Völker gut durch den Winter gebracht und rechtzeitig erweitert hat, konnte 2025 richtig ernten.
Für die kommende Saison 2026 heißt es: Früh vorbereiten, Trachtverhältnisse beobachten und die Qualitätssicherung nicht vergessen. Denn auch wenn die Menge stimmt — am Ende zählt, was im Glas landet.
Weitere Themen der Tagung
Neben der Erntebilanz beschäftigten sich die 17 teilnehmenden Mitgliedsverbände auch mit Honigverfälschung, Kostenanalyse und der korrekten Kennzeichnung. Außerdem steht im Oktober 2026 der Deutschsprachige Imkerkongress in Dresden an — ein weiteres Highlight für die Imker-Community.
Quelle: Deutscher Imkerbund e.V.