von Marcel Gläser | 25.07.2017

Wassergehalt im Honig messen

Der Wassergehalt von Honig darf 20% nicht überschreiten, ideal wären 18%. Warum, auf was du bei deiner Honigernte achten solltest und wie man den Wassergehalt richtig misst erfährst du in diesen Artikel.

honey-92611.jpg

Wieviel Wasser im Honig sein soll ist ein großes Streitthema. Das Lebensmittelrecht schreibt Werte unter 20% vor; der Deutsche Imkerbund verlangt für den Verkauf im Einheitsglas höchstens 18%. Je weniger Wasser der Honig hat umso wertiger ist er. Dabei kommt es meist mehr auf den Charakter des Honigs den ihr produziert an. Honig der einen Wasseranteil von deutlich unter 16% hat, ist oft sehr zähflüssig und das Aroma leidet. Dieses unterscheidet sich aber auch durch die Honigarten. Heidehonig z.b. er hat meistens mehr als 20% Wasser, da die Bienen den Honig nicht so stark trocknen. Dadurch ist er natürlich nicht so haltbar, aber sehr geschmackvoll.

Diese kleine Tabelle zeigt Euch die Werte an die nicht überschritten werden dürfen.

HonigsorteHonigverordnungD.I.B.
allgemeinmax. 20 % (DIN/AOAC)max. 18 % (DIN/AOAC)
Kleehonig max. 23 % (DIN/AOAC)max. 18 % (DIN/AOAC)
Heidehonig max. 23 % (DIN/AOAC)max. 21,4 % (DIN/AOAC)
Wenn der Wassergehalt in Honig zu hoch ist, kann er Keime bilden, oder der Honig beginnt zu gären und verdirbt. Ist dann endlich die Zeit gekommen ist mit der Honigernte zu starten, ist die Spannung groß. Wie schmeckt der Honig? Wieviel Honig kann ich ernten? Ihr könnt 2-3 Mal im Jahr eine Honigernte durchführen, aber ihr müßt den richtigen Zeitpunkt erwischen um die Waben zu entnehmen. Im Normalfall wird der Honig geschleudert, dann gesiebt, gerührt und schlussendlich abgefüllt. Jetzt ist er bereit zum Verzehr.

Nur wie messt ihr jetzt wieviel Wassergehalt in Honig ist?

Das ist relativ einfach:
Per Augenmaß könnt ihr schon abschätzen ob die Honigernte beginnen kann. Man darf dem Honig nachträglich kein Wasser mehr entziehen, daher ist es wichtig schon vor der Ernte zu wissen ob der Wassergehalt im Honig niedrig genug ist. Testet ob der Honig in der Wabe zähflüssig oder flüssig ist, dies macht man immer am unteren Rand der Wabe und am besten am frühen Morgen, da die Bienen dann noch keinen neuen Nektar eingebracht haben, der sich natürlich oben in den Zellen befinden würde. Sollte der Honig beim leichten Schütteln aus den Waben tropfen, sollte mit der Ernte noch gewartet werden. Waben die zu 3/4 von den Bienen bereits verdeckelt worden sind, haben meist den richtigen Wassergehalt und stehen euch für die Honigernte bereit. Es gibt aber auch spezielle Meßgeräte um den Wasseranteil zu bestimmen. Ihr braucht dazu ein Refraktometer. Das ist ein Messgerät auf dem ihr den Zuckergehalt des Honigs ablesen könnt. Dieses Gerät könnt ihr für ein paar Euro kaufen. Ihr müsst aber darauf achten, das dieses Handrefraktometer für Imker zugelassen ist.

So führst du die Messung mit einem Refraktometer durch.

Du gibst einfach ein paar Tropfen des Honigs auf das Messgerät. Der Honig muss flüssig sein. Sollte er zu zäh sein, kannst du ihn einfach leicht erwärmen. Die Klappe wird geschlossen und beim Durchschauen kann man auf einer Skala die Wasser-, bzw. die Zuckerkonzentration ablesen. Es gibt einen hellen und einen dunklen Bereich. Der Wasseranteil darf 18% nicht überschreiten.

Mit dem Erntemodule von iBeekeeper kannst du den Wassergehalt deiner Honigernte dokumentieren und so die Werte jederzeit nachvollziehen.

0 Kommentare

Keine Kommentare verfügbar

Kommentar verfassen